Am Tag der deutschen Einheit anno 2026 begab sich ein lustiger Trupp von PTSV Läufern angeführt von Häuptling Gröschl und mit Edelfan Ole Fidjeland auf eine weite Reise nach Aschaffenburg in den nördlichsten Zipfel des Freistaats, um an der bayrischen Halbmarathon-Meisterschaft am nächsten Tag teilzunehmen. Nach einem längeren Zwischenstopp beim McDonald’s, der auf der Autobahnraststätte nicht so leicht zu finden war, kam das Team auf der Hotelbaustelle in Aschaffenburg an, die wider Erwarten doch kein Frühstücksbuffet anbieten konnte. Am Abend wurde dann gemeinsam die L’Osteria in Aschaffenburg getestet. Die Pizzen waren zwar genauso groß wie in der Rosenheimer L’Osteria. Doch geschmacklich sind sie in der oberbayerischen Heimat dann doch um einiges besser. Beim Pizzaessen macht der Häuptling den männlichen Läufern nochmal klar, dass auf dem Rundenkurs am nächsten Tag nicht an ein Aussteigen zu denken sei, da bei drei Herren die Mannschaft sonst platzen würde.
Am nächsten Morgen ging es dann zum Frühstücken in den Aschaffenburger Bahnhof, damit die blaue Armada auch gut gestärkt an der Startlinie steht. Und um 10:30 Uhr war es dann auch so weit und die Jagd nach den bayerischen Meistertiteln begann. Jakob Heindl und Anian Rottmüller konnten sich dabei die ersten sieben Kilometer in der siebenköpfigen Spitzengruppe behaupten, ehe auf dem Rundkurs das Überrunden begann und das Rennen total chaotisch wurde.
Jakob bewies seine starke Verfassung aus der Marathon Vorbereitung für den Frankfurt Marathon und fegte wie der Blitz über den Aschaffenburger Asphalt, sodass er bereits nach 1:10:13h im Ziel war und leider den undankbaren vierten Platz belegte. Seine starke Leistung lässt aber auf eine gute Zeit in Frankfurt hoffen. Anian war noch etwas geschwächt von einer Erkältung vom Wochenende davor und musste dieser zum Ende hin Tribut zollen und lief in 1:12:09h als Sechster kotzend ins Ziel und ruinierte sich seinen Magen für den restlichen Nachmittag. Der dritte im Bunde war das Axamer Urgestein Florian Zeisler. Er wurde bei seiner ersten bayrischen Meisterschaft in 01:16:32h gleich bayerischer Meister der M45 und trug mit seiner Leistung maßgeblich zum Sieg der Männermannschaft bei der bayrischen Meisterschaft bei. Daraufhin spendierte er ganz glückseelig Häuptling Gröschl bei der Siegerehrung das ein oder andere Bierchen.
Nicht minder erfolgreich waren die Rosenheimer Damen. Auch sie wurden bayrische Meisterinnen in der Mannschaft in der Besetzung Marisa Reu, Agnieszka Glomb und Sarah Marek. Als i-Tüpfelchen sicherte sich Marisa mit dem zweiten Platz in starken 01:18:58h den Silberrang in der Damenkonkurrenz. Aga wurde hier Fünfte in 01:25:37h. Die bedeutete zusätzlich den bayerischen Meistertitel in der W35. Sarah zeigte sich unbeirrt von den Strapazen der Vorwochen und wurde in 01:27:55h Siebte.
Eine Glanzleistung lieferte auch Julika Fidjeland in 01:36:27h. Vor Augen ihres Mannes Ole sicherte sie sich damit nicht nur den Titel in der W65, sie pulverisierte damit auch den bayerischen Rekord in dieser Altersklasse.
Nach diesen starken Leistungen konnte der Abend gemütlich im Schlappe Seppel Bräustüberl genossen worden, ehe es am nächsten Morgen auf die weite Heimreise ging.
