Tag 0:
Das Trainingslager ist ein zusammengesetztes Substantiv aus den Worten „Training“ und „Lager“. Es bezeichnet einen Aufenthaltsort, an dem PTSVler intensiv trainieren – meistens in Bellaria Igea Marina. Und so machten sich auch dieses Jahr die blauen Horden auf den Weg in den warmen Süden.
Nach einer ereignislosen und reibungslosen Anfahrt in den sauber geputzten und fast beschädigungsfreien Enterprise-Bussen durfte beim Mittagsmenü die erste Mahlzeit eingenommen werden.
Beim anschließenden „lockeren“ Dauerlauf wurden erste Messlatten gesetzt. Gerade Jonas Borgartz, bekannt für seinen starken Trainingslagerauftakt, konnte hier überzeugen. Beim Abendessen zeigte Christian Röttger mit beeindruckenden fünf Tellern sein ganzes Potenzial.
Tag 1:
Salz ist für den Ausdauersport wichtig! – dachte sich Theresa und leerte den ganzen Salzstreuer über ihrem Frühstück aus. Das hätte bei dem herrschenden Wassermangel auch zu großen Problemen führen können. Mit etwas Verspätung öffnete der Lebensmittelladen um die Ecke dann aber doch noch seine Pforten.
Michi wunderte sich, wie brav und anständig sich die Jugend verhält. Er wird in den kommenden Tagen vom Gegenteil überzeugt werden und mit Simone zusammen in alte Muster zurückfallen. Wer mehr Schabernack getrieben hat – die beiden oder die Jugend – wurde nicht abschließend geklärt.
Bei der folgenden Trainingseinheit trennten sich die Wege. Die Hobbylaufgruppe, angeführt von Mane, machte ihre Einheit am Strand. Die Jugend wurde im Bus zum Stadion kutschiert, und das arme Fußvolk musste die 4,5 km laufend zurücklegen. Auf der Bahn ging es dann heiß her: Von 500 m bis 2000 m Intervallen war alles dabei. Befürchtete Kollisionen mit den anwesenden Hürdenläufern konnten vermieden werden.
Es etablierte sich eine Gruppe, die nach jeder härteren Trainingseinheit das kühle Nass aufsuchte, um die Schmerzen der vergangenen Einheiten mit denen des kalten Wassers zu überdecken.
Bei der nachmittäglichen lockeren Auslaufeinheit mit anschließendem Stabi-Kurzprogramm kamen Vorturner Michi sowie Michi und Christian gleich mal durch ein Verständnisproblem zu spät. Große Leistungsunterschiede waren bei der folgenden Stabi-Einheit erkennbar. Zum einen gab es Team Banane, vorrangig vertreten durch Toni und Korbi. Gerade Korbi verlor hierbei einiges an Aurapunkten. Positiv hervorzuheben war die gute Performance der regelmäßigen Stabi-Trainingsteilnehmer im Vereinsheim.
Tag 2:
Weiterhin keine Verluste. Nur ein paar Drückeberger waren bei den Minutensprints im anliegenden Park zu verbuchen – immer im Wechsel eine Minute schnell und eine Minute langsam. Je nach Intensität eine äußerst schmerzhafte Angelegenheit.
Die ein oder andere Trainingsplanabweichung aufgrund des in Kürze anstehenden Hannover-Marathons war eine vernünftige Maßnahme. Die Hobbyläufer tasteten sich auch schon mal an die Strecke des Staffellaufs heran, und es entstand die Idee, dieses Jahr ein eigenes Team ins Rennen zu schicken – mit extra Konditionen. Die kommenden Tage benötigte es allerdings noch einige Überzeugungskraft von Mane, um die nötige Teamstärke zusammenzubekommen.
Nachmittags ging es dann runter an den Strand. Die Jugend durfte ein bisschen mit dem Ball kicken, die anderen am Meer locker laufen. Michi, Simone und Bene leiteten im Anschluss ein intensiveres Laufschultraining, das vermutlich noch etwas länger gedauert hätte, wenn es nicht zu regnen angefangen hätte.
Tag 3:
Alle Jahre wieder grüßt der Waldboden, dachte sich Toni, als ihn eine Wurzel niederstreckte. Und weil’s so schön war, gleich nochmal. Laufschule in jüngeren Jahren hätte diese schmerzhaften Erfahrungen eventuell verhindern können.
Doch zurück zum Thema: Langer Dauerlauf im Pinienwald. „Lang“ bedeutet für die einen 10 bzw. 15 km, für die anderen 20 km und für die ganz anderen 25 km. Auf dem teilweise durchfurchten, aber meist trockenen Waldboden ein schönes Fußgelenktraining, das der ein oder andere sicherlich am nächsten Morgen spüren wird.
Zügig ging es dann wieder zurück zum Hotel, denn das Essen wartete schon.
Nachmittags machte sich dann fast das komplette PTSV-Rudel auf den Weg ins 10 km entfernte Santarcangelo di Romagna. Die bei schönem Wetter durchaus idyllische Kleinstadt mit historischem Stadtkern konnte bei windigen und trüben Wetterverhältnissen ihren Glanz nicht ganz entfalten – was jedoch im ortsansässigen Café die Gebäckstücke nicht weniger schmackhaft machte.
Tag 4:
Steigerungslauf im Park! Hört sich nicht so wild an – und ist es am Anfang auch nicht, am Ende schon. Die Jugend, begleitet durch Bene, war nach vier Runden à 2 km fertig, die meisten anderen nach sechs Runden. Pro Runde sollten 15–20 Sekunden gesteigert werden, was gar nicht so einfach war auf dem welligen Kurs. Außerdem war die Vorbelastung der letzten Tage durchaus nicht zu verachten.
Manche steigerten mit der Geschwindigkeit auch noch den Gesprächsumfang. Halten sich hier die Laufenden bewusst zurück, um Kräfte für den Wettkampffreitag zu schonen?
Gleich nach dem Mittagessen rollten die drei Busse ins nahegelegene Einkaufszentrum. Der Decathlon-Besuch blieb nicht erfolglos. Typisch deutsch präsentierten sich Jonas, Korbi und Flo stolz mit ihren neu erworbenen Fischerhüten. Aber auch diverse andere Kleidungsstücke und Lebensmittel durften den Weg zurück ins Hotel antreten.
Kurz darauf wurden wieder die Laufschuhe geschnürt, und es konnte nach einer lockeren Auslaufrunde nochmal an der Körperstabilität gefeilt werden. Die hohe Beteiligung bei dieser zweiten Stabi-Einheit war durchaus positiv hervorzuheben. Toni machte sich kurz vor der Einheit auf die Suche nach seiner Isomatte – bis heute ohne Erfolg. Sein Voltarenvorrat neigte sich dem Ende zu.
Am Abend wurden dann die mit Spannung erwarteten Staffelaufstellungen für den kommenden Tag verkündet.
Tag 5:
Trainingslagerfinale: Staffellauf!
Nach intensiven Trainingstagen für alle eine große Herausforderung – alles geben fürs Team. In Dreier- oder Viererstaffeln jeweils sechsmal die 800-m-Runde um den See im Park. Wichtig hierbei ist es, nicht gleich von Anfang an zu überpacen.
Klarer Favorit war das Team um den erfahrenen Doppelsieger Jonas B., da es zusammen mit Flori und Bene M. keinerlei Schwachstellen aufwies. Und der Favorit enttäuschte nicht, sondern holte sich souverän den Tagessieg – wobei Stadtrat Bene M. doch mit stark abfallender Leistung herausstach.
Zweiter wurde eine Viererstaffel, die eigentlich aus fünf bestand: Michael P. zusammen mit Bene P., Korbi, Simone und ihrem Bauch. Dicht dahinter konnte sich Team Michi E. mit seinen Mädels Sarah, Vicki und Emilia einreihen.
Platz vier ging an Stefan, Hänni, Anna-Luisa und Jonas. Platz fünf belegten Christian, Julian, Matthias und Uschi. Die Hobbylaufgruppe stellte eine komplett eigene Staffel, bestehend aus fünf Läufern: Mane, Peter F., Sabine, Eva und Eva liefen jeweils drei Runden.
Da sich im Laufe des Tages ein wunderbar sonniger und vor allem windfreier Tag entwickelte, war der Place to be die Tischtennisplatte – bei der für 15 Spieler natürlich nicht genug Schläger vorhanden waren. Kurzerhand wurden Hände, Handys, Schlappen, Stühle oder eine Bank zweckentfremdet. Der Rest suhlte sich in der Sonne.
Doch Pause gibt’s nach dem Trainingslager genug, weshalb es um 16 Uhr an den Strand ging. Ein lockeres Läufchen, bisschen Fußballspielen, Laufschule und anschließend eine Wasserschlacht reichten für die anschließende ausgiebige warme Dusche.
Die Staffellauf-Siegerehrung, bei der jeder Teilnehmer ein Päckchen Gummibärchen bekam, offenbarte, dass die jahrelange Vorherrschaft von Michi und Michi bröckelte. Staffelsieger Flori S. konnte mit der schnellsten Gesamtzeit knapp auch hier den Sieg für sich verbuchen. Hänni konnte sich bei der starken Frauenkonkurrenz durchsetzen.
Tag 6:
Heimreise. Doch davor gab es noch einen lockeren Lauf am Strand mit wunderschönem Sonnenaufgang – und die jedes Jahr gleiche Situation, als die ursprünglich vereinbarte Heimfahrzeit spontan nach vorne verschoben wurde.
Bei strahlendem Sonnenschein ging es dann zurück in die Heimat.
Danke, Done, für die gelungene Organisation.
- Größter Fresssack des TLs: Christian
- Größte Überraschung des TLs: Florian
- Geburtstagskind des TLs: Peter J.
- Farbenfrohste Outfits des TLs: Heidi
- Größter Körperklaus des TLs: Eva Maria (nichts, was man durch Training nicht ändern könnte 😉)
- Größter Voltaren-Junkie des TLs: Done
- Größter Trainingseinheiten-Skipper des TLs: Felix
- Geringste Körperspannung des TLs: Korbi
- Hat am meisten Ohrenschnipser im TL verteilt: Bene Puff
- Hatte den geringsten Beinhub im TL: Mane
- Die größte Wasserratte des TLs: Michi E.
- Liebte es am meisten im TL zu verlieren: Sarah

