{"id":2093,"date":"2024-09-12T20:52:01","date_gmt":"2024-09-12T18:52:01","guid":{"rendered":"https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/?p=2093"},"modified":"2024-09-15T19:01:05","modified_gmt":"2024-09-15T17:01:05","slug":"swisspeaks-360","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/index.php\/2024\/09\/12\/swisspeaks-360\/","title":{"rendered":"SwissPeaks 360"},"content":{"rendered":"\n<blockquote class=\"wp-block-quote has-text-align-center is-style-large is-style-plain has-small-font-size is-layout-flow wp-container-core-quote-is-layout-8a368f38 wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"has-small-font-size\">&#8222;There comes a time in a race like this when it feels like the end may never come<br>and there were many times when the end could not come soon enough.<br>But despite the discomfort after days of continual motion with little sleep i kept reminding myself to soak it all in because soon it would indeed all be behind me.&#8220;<\/p>\n<cite>\u2013 Jeff Pelletier<\/cite><\/blockquote>\n\n\n\n<p>Inhalt:<br><br>&#8211; <a href=\"#Vom-Gletscher-zum-See\" data-type=\"internal\" data-id=\"#Vom-Gletscher-zum-See\">Vom Gletscher zum See<\/a><br>&#8211; <a href=\"#Tag-0:-Anreise-und-Check-in\" data-type=\"internal\" data-id=\"#Tag-0:-Anreise-und-Check-in\">Tag 0: Anreise und Check-in<\/a><br>&#8211; <a href=\"#Tag-1:-Ein-Abenteuer-beginnt\" data-type=\"internal\" data-id=\"#Tag-1:-Ein-Abenteuer-beginnt\">Tag 1: Ein Abenteuer beginnt<\/a><br>&#8211; <a href=\"#Tag-2:-Zwei-N\u00e4chte-ohne-Schlaf\" data-type=\"internal\" data-id=\"#Tag-2:-Zwei-N\u00e4chte-ohne-Schlaf\">Tag 2: Zwei N\u00e4chte ohne Schlaf<\/a><br>&#8211; <a href=\"#Tag-3:-Hilfe-kommt\" data-type=\"internal\" data-id=\"#Tag-3:-Hilfe-kommt\">Tag 3: Hilfe kommt<\/a><br>&#8211; <a href=\"#Tag-4:-Zwischen-Zombiel\u00e4ufern-und-einer-dritten-Nacht\" data-type=\"internal\" data-id=\"#Tag-4:-Zwischen-Zombiel\u00e4ufern-und-einer-dritten-Nacht\">Tag 4: Zwischen Zombiel\u00e4ufern und einer dritten Nacht<\/a><br>&#8211; <a href=\"#Tag-5:-Die-Gemeinschaft-zerbricht\" data-type=\"internal\" data-id=\"#Tag-5:-Die-Gemeinschaft-zerbricht\">Tag 5: Die Gemeinschaft zerbricht<\/a><br>&#8211; <a href=\"#Tag-6:-Alles-hat-ein-Ende\" data-type=\"internal\" data-id=\"#Tag-6:-Alles-hat-ein-Ende\">Tag 6: Alles hat ein Ende<\/a><a href=\"http:\/\/Tag-5:-Die-Gemeinschaft-zerbricht\" data-type=\"link\" data-id=\"Tag-5:-Die-Gemeinschaft-zerbricht\"><br><\/a><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"Vom-Gletscher-zum-See\">Vom Gletscher zum See<\/h4>\n\n\n\n<p>Der SwissPeak 360 ist ein Ultra-Trail-Lauf von Oberwald nach Le Bourveret am Fu\u00dfe des Genfer Sees, dieses Jahr in seiner siebten Ausgabe. Die Route verl\u00e4uft durch die Schweizer Alpen im Kanton Wallis und f\u00fchrt durch spektakul\u00e4re Landschaften \u00fcber steile Bergp\u00e4sse bis hin zu Gletschern und Bergseen. Die urspr\u00fcngliche Strecke von 365 Kilometern und 25900 m D+ | 26900 m D- wurde dieses Jahr, aufgrund von neuen Naturschutzgesetzen, die das Laufen in der Nacht in Bestimmen Regionen verbieten, auf 380 Kilometer und 26.450 m D+ | 27450 m D- erweitert. Um gut durchzukommen waren an der Strecke 32 Verpflegungsstationen organisiert, darunter 6 Lifebases an denen die L\u00e4ufer zus\u00e4tzlich Schlafen, Duschen, medizinische Hilfe wie Fu\u00dfpflege und Physiotherapie\/Massagen rund um die Uhr in Anspruch nehmen konnten. Teilweise wurde das ganze durch Akupunktur und Osteopathie erg\u00e4nzt. Das Zeit Limit war auf 159 Stunden angesetzt, wobei es an bestimmten Stationen Cut-off Zeiten gab, die die Teilnehmer einhalten mussten, um nicht aus dem Rennen genommen zu werden. Das Startgeld betrug 890 \u20ac.<\/p>\n\n\n\n<p>Profil und Karte:<\/p>\n\n\n\n<div data-wp-interactive=\"core\/file\" class=\"wp-block-file\"><object data-wp-bind--hidden=\"!state.hasPdfPreview\" hidden class=\"wp-block-file__embed\" data=\"https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/360.pdf\" type=\"application\/pdf\" style=\"width:100%;height:310px\" aria-label=\"PDF-Einbettung\"><\/object><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"483\" src=\"https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Karte-360-1024x483.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2097\" srcset=\"https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Karte-360-1024x483.png 1024w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Karte-360-300x142.png 300w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Karte-360-768x362.png 768w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Karte-360.png 1420w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"Tag-0:-Anreise-und-Check-in\">Tag 0: Anreise und Check-in<\/h4>\n\n\n\n<p>Die Sachen waren seit gestern gepackt, die Aufregung kam langsam hervor und ich stieg samstags fr\u00fch in den Zug der mich \u00fcber M\u00fcnchen und Z\u00fcrich ins Wallis bef\u00f6rdern sollte. Schon im Zug versuchte ich so viel wie m\u00f6glich zu schlafen da ich wusste das ich in der n\u00e4chsten Woche nur sehr wenig davon bekommen w\u00fcrde. Nat\u00fcrlich gab es auf deutscher Seite wieder Versp\u00e4tung und ich kam eine Stunde sp\u00e4ter als geplant in Fiesch an. In Fiesch wollte ich meine Startunterlagen abholen und au\u00dferdem war hier f\u00fcr 18:30 noch eine Pasta-Party angesetzt. Zus\u00e4tzlich war Fiesch Zwangs Stopp f\u00fcr die L\u00e4ufer des SwissPeaks 660, welche morgen zusammen mit den 360er starten w\u00fcrden, und unsere erste Lifebase f\u00fcr morgen. Ich verlie\u00df also mit einigen anderen L\u00e4ufern den Zug und wir marschierten die wenigen hundert Meter zum Check-in. Hier traf ich Michael und Marcel, beide hatten den 360er schon einmal gefinisht und Marcel war in diesem Jahr bei dem 660er dabei und sah noch recht fit aus daf\u00fcr das er schon 300 km in den Beinen hatte. Ich l\u00f6cherte beide, w\u00e4hrend wir in der Warteschlange standen, mit Fragen da die beiden die ersten waren, die ich traf, welche eine solche Ultra-Distanz schon einmal bew\u00e4ltigt hatten.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Check-in gab es nach einer Identit\u00e4ts- und Ausr\u00fcstungskontrolle einen GPS-Tracker, einen Zeitmesser und eine Follower-Tasche. Die Follower-Tasche war eine 50L Tasche die wir mit unseren pers\u00f6nlichen Sachen f\u00fcllen konnten und uns an jeder Lifebase erwarten w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir hingen anschlie\u00dfend noch ein wenig herum, tauschten Laufgeschichten aus und gingen zusammen zum Pastaessen. Ich a\u00df so viel wie m\u00f6glich und verabschiedete mich eine Stunde sp\u00e4ter um im Hotel f\u00fcr eine letzte ruhige Nacht einzuchecken. Im Hotelzimmer sortierte ich meine Sachen, packte meinen Laufrucksack und Follower-Tasche, legte meine Laufkleidung f\u00fcr morgen bereit und machte um 20:30 das Licht aus.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery alignwide has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"621\" data-id=\"2100\" src=\"https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Anreise_1-1024x621.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2100\" srcset=\"https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Anreise_1-1024x621.png 1024w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Anreise_1-300x182.png 300w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Anreise_1-768x466.png 768w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Anreise_1.png 1247w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Zum Check-in<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"438\" data-id=\"2101\" src=\"https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Anreise_2-1024x438.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2101\" srcset=\"https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Anreise_2-1024x438.png 1024w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Anreise_2-300x128.png 300w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Anreise_2-768x328.png 768w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Anreise_2-1536x657.png 1536w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Anreise_2.png 1688w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Check-in<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" data-id=\"2102\" src=\"https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/PastaParty-1024x576.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2102\" srcset=\"https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/PastaParty-1024x576.png 1024w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/PastaParty-300x169.png 300w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/PastaParty-768x432.png 768w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/PastaParty-1536x864.png 1536w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/PastaParty.png 1920w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Pasta-Party<\/figcaption><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"Tag-1:-Ein-Abenteuer-beginnt\">Tag 1: Ein Abenteuer beginnt<\/h4>\n\n\n\n<p>Ich wachte schon um 4:30 auf, d\u00f6ste aber noch bis 06:30 vor mich hin, bevor ich mich unter die Dusche stellte, mich Anzog, noch eine letzte Ausr\u00fcstungskontrolle, ein einfaches Fr\u00fchst\u00fcck im Hotel und anschlie\u00dfend in den Zug zum Start nach Oberwald. Der Zug war voll mit anderen L\u00e4ufern und es herrschte eine leicht angespannte Atmosph\u00e4re in der halben Stunde fahrt. In Oberwald angekommen, \u00fcbergab ich meine Follower-Tasche und meinen Reisekoffer der direkt nach Le Bourveret transportiert wurde und ich fragte mich, ob ich es wirklich zu Fu\u00df dort hinschaffen w\u00fcrde um diesen auch wieder abzuholen. Ich hatte noch ein wenig Zeit bis zum Start um 10 Uhr und so schaute ich mich in der Starterhalle um. \u00dcberall lagen L\u00e4ufer vom SwissPeaks 660 auf dem harten Hallenboden verteilt und schliefen. Ich entdeckte einen reichhaltigen Fr\u00fchst\u00fcckstisch und g\u00f6nnte mir ein zweites Fr\u00fchst\u00fcck zusammen mit einem L\u00e4uferp\u00e4rchen die Ihren zwanzigsten Jahrestag mit dem Lauf feiern wollten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery alignwide has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" data-id=\"2103\" src=\"https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Follower-Tasche-abgeben-1024x576.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2103\" srcset=\"https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Follower-Tasche-abgeben-1024x576.png 1024w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Follower-Tasche-abgeben-300x169.png 300w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Follower-Tasche-abgeben-768x432.png 768w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Follower-Tasche-abgeben-1536x864.png 1536w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Follower-Tasche-abgeben.png 1920w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Follower-Tasche abgeben<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" data-id=\"2105\" src=\"https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Starterhalle-1024x576.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2105\" srcset=\"https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Starterhalle-1024x576.png 1024w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Starterhalle-300x169.png 300w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Starterhalle-768x432.png 768w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Starterhalle-1536x864.png 1536w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Starterhalle.png 1920w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Schlafende 660er<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" data-id=\"2104\" src=\"https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Start-1024x576.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2104\" srcset=\"https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Start-1024x576.png 1024w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Start-300x169.png 300w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Start-768x432.png 768w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Start-1536x864.png 1536w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Start.png 1920w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Der Start<\/figcaption><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<p>30 Minuten vor dem Start wurden wir alle aufgefordert uns an die Starterlinie zusammenzufinden. Die L\u00e4ufer des 660er durften 1 Minute vor den 360er starten und wurden unter Applaus verabschiedet w\u00e4hrend wir kurz danach folgten, und ich meine Reise mit den ~260 anderen Teilnehmern bei sch\u00f6nstem Sonnenschein antrat. Um das ganze nicht zu schnell anzulaufen, reihte ich mich hinten ein so das ich automatisch von den L\u00e4ufern vor mir gestoppt wurde, Zeit zu pushen sollte ich ja die n\u00e4chsten Tage noch genug haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Die ersten Kilometer ging es \u00fcber flowige Trails und ich f\u00fchlte mich gut. Bis auf einen Amerikaner, der wie ein Wasserfall redete, wurde kaum gesprochen, jedoch sorgte ein L\u00e4ufer der seine Ukulele an einen seiner St\u00f6cke befestigt hatte f\u00fcr musikalische Unterhaltung. So ging es bis zur zweiten Verpflegungsstation bei km 28 an der ich 15 Minuten Pause machte. Auch wenn es hier bis auf Suppe keine warmen Speisen gab war die Auswahl sehr reichhaltig von verschieden K\u00e4se, Wurst, Brot und Schokoladen Sorten bis hin zu verschieden S\u00e4ften und Softdrinks. Auch ein Volunteer der unsere St\u00f6cke entgegennahm, und diese nach Startnummern sortierte, stand zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n\n\n\n<p>Gest\u00e4rkt machte ich mich auf um den Pass Chummerfurgge auf 2656 m zu erklimmen der mich von der ersten Lifebase in Fiesch bei KM 50 trennte. Oben am Pass angekommen ging es einige Kilometer auf einer Hochebene entlang und wir genossen eine fantastische Aussicht auf die vielen Gletscher des Wallis um uns herum. Auf einfachen Wegen runter nach Fiesch unterhielt ich mich mit einem Belgier der letztes Jahr aufgrund von einer Knieverletzung bei KM 150 abbrechen musste und wir holten einen R\u00f6mischen Centurio ein, der sich wohl in der Zeit verlaufen hatte.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-2 is-cropped wp-block-gallery-3 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" data-id=\"2108\" src=\"https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Uphill-Chummergurgge-1024x576.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2108\" srcset=\"https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Uphill-Chummergurgge-1024x576.png 1024w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Uphill-Chummergurgge-300x169.png 300w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Uphill-Chummergurgge-768x432.png 768w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Uphill-Chummergurgge-1536x864.png 1536w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Uphill-Chummergurgge.png 1920w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Uphill zum Pass<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" data-id=\"2106\" src=\"https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Chummergurgge-1024x576.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2106\" srcset=\"https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Chummergurgge-1024x576.png 1024w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Chummergurgge-300x169.png 300w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Chummergurgge-768x432.png 768w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Chummergurgge-1536x864.png 1536w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Chummergurgge.png 1920w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Chummerfurgge 2656 m<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" data-id=\"2111\" src=\"https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Hochebene-bei-Chummergurgge-1024x576.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2111\" srcset=\"https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Hochebene-bei-Chummergurgge-1024x576.png 1024w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Hochebene-bei-Chummergurgge-300x169.png 300w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Hochebene-bei-Chummergurgge-768x432.png 768w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Hochebene-bei-Chummergurgge-1536x864.png 1536w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Hochebene-bei-Chummergurgge.png 1920w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">\u00c4rnergale 2455 m<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" data-id=\"2107\" src=\"https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Roemer-1024x576.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2107\" srcset=\"https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Roemer-1024x576.png 1024w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Roemer-300x169.png 300w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Roemer-768x432.png 768w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Roemer-1536x864.png 1536w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Roemer.png 1920w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">R\u00f6mischer Centurio<\/figcaption><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<p>Ich erreichte Fiesch bei Einbruch der Dunkelheit a\u00df nochmal die gleiche Pasta wie gestern und machte mich f\u00fcr meine erste Nacht bereit. Eine Stunde sp\u00e4ter verlie\u00df ich die Lifebase zusammen mit einem Franzosen und eingeschalteter Stirnlampe und es ging in die erste Nacht. Es ging mir weiterhin gut beim Aufstieg zum Furggerch\u00e4ller (2430 m), aber das galt nicht f\u00fcr alle. Auf dem Weg nach oben liefen mir bereits 2 L\u00e4ufer entgegen und ich entdeckte immer wieder L\u00e4ufer die ersch\u00f6pft am Wegesrand sa\u00dfen, was mich f\u00fcr die erste Nacht doch etwas wunderte. Eine Japanerin \u00fcberholte uns, Sie sollte mir noch in Erinnung bleiben, und wir disktuierten wieviel Schlaf man br\u00e4uchte um das Rennen zu finishen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group is-nowrap is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-6c531013 wp-block-group-is-layout-flex\">\n<p>Ich erh\u00f6hte das Tempo, lie\u00df meinen Laufpartner hinter mir, und folgte den Stirnlampen die viele hundert Meter \u00fcber mir den Weg zum Pass wiesen und nach dessen \u00dcberquerung eine Hochebene folgte. Auf dieser war ich alleine unterwegs und irgendwann blieb ich stehen, schaltete meine Stirnlampe aus und alles versank in Dunkelheit. Ich blickte nach oben in den faszinierenden, von keinem elektrischen Licht gest\u00f6rten, Sternenhimmel und fragte mich kurz was da drau\u00dfen eigentlich ist. Aber viel Zeit zum Tr\u00e4umen lie\u00df ich mir nicht und ich lief weiter zum Saflischpass nach dem ein langer Downhill folgte gefolgt von einem weiteren langen Uphill.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group is-content-justification-center is-nowrap is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-23441af8 wp-block-group-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio wp-container-content-9dbf05af\" style=\"margin-top:var(--wp--preset--spacing--30);margin-right:var(--wp--preset--spacing--20);margin-bottom:var(--wp--preset--spacing--30);margin-left:var(--wp--preset--spacing--20)\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe title=\"Video Nacht 1\" width=\"1120\" height=\"630\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/pkdide9wKR8?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><figcaption class=\"wp-element-caption\">VP Fleschbode KM 71<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<p>Im Morgengrauen erreichte ich ziemlich entkr\u00e4ftet eine VP kurz vor Nanzlicke (2602 m) die aber nur mit dem aller n\u00f6tigsten ausgestattet war. W\u00e4hrend des Sonnenaufgangs ging es noch ein wenig auf und ab und nach einem weiteren Downhill erreichte ich die Lifebase 2 in Eisten bei 105 km zur Mittagszeit.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"Tag-2:-Zwei-N\u00e4chte-ohne-Schlaf\">Tag 2: Zwei N\u00e4chte ohne Schlaf<\/h4>\n\n\n\n<p>In Eisten g\u00f6nnte ich mir eine Dusche und rollte meinen Schlafsack auf einen der vielen Matratzen aus, die in einer Turnhalle f\u00fcr uns ausgelegt waren. Ich wollte 2,5h schlafen wachte aber nach 15 Minuten wieder auf. Adrenalin gepaart mit einer Lautst\u00e4rke von umherlaufenden Menschen machten ein weiterschlafen nicht m\u00f6glich aber ich d\u00f6ste noch eine Stunde vor mich her bevor ich aufgab meine Sachen zusammenpackte noch etwas a\u00df, meine Flaschen auff\u00fcllte und mich gedanklich auf die n\u00e4chsten 52 km einstellte bis zur Lifebase 3 in Grimentz. Nach einem ersten kleineren Berg erreichte ich St Niklaus am Abend und es d\u00e4mmerte bereits. Kurz nachdem ich den Ort verlassen hatte und der Uphill anfing, entdeckte ich einen Steinbock der mitten auf dem Trail stand und mich nicht vorbeilie\u00df. Ich wollte dem Tier nicht zu nahe kommen und so standen wir eine Weile dumm herum bis der Steinbock schlie\u00dflich den Weg freigab. Weiter auf dem Weg nach oben wollte ich meinen Rucksack umpacken und 50 m vor mir sah ich zwei B\u00e4nke stehen an denen ich kurz anhalten wollte. Dort angekommen waren jedoch keine B\u00e4nke und nur der normale Weg und ich wunderte, was ich hier gesehen hatte. Ein weiteres Mal sp\u00e4ter in der Nacht sah ich ein Rentier mit einem Einhorn auf dessen Spitze eine der roten Wegmarkierungsflaggen gesetzt war&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Von St Niklaus aus war das n\u00e4chste Ziel der Augstbordpass auf 2892 m. Nach einer VP davor fing es an sehr technisch zu werden und ich musste \u00fcber und zwischen viel Fels bei Dunkelheit den Weg nach oben laufen und erklettern. Da es bereits meine zweite Nacht ohne Schlaf war wurde ich sehr m\u00fcde und sich einfach auf den vermeintlich weichen Boden zu legen und dort eine Weile zu schlafen wurde pl\u00f6tzlich verlockend dem ich aber nicht nachgab. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group is-content-justification-center is-nowrap is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-23441af8 wp-block-group-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio wp-container-content-9dbf05af\" style=\"margin-top:var(--wp--preset--spacing--30);margin-right:var(--wp--preset--spacing--20);margin-bottom:var(--wp--preset--spacing--30);margin-left:var(--wp--preset--spacing--20)\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe title=\"Aufstieg zum Augstbordpass\" width=\"1120\" height=\"630\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/DrPy9bvAFIU?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><figcaption class=\"wp-element-caption\">Aufstieg zum Augstbordpass<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<p>Ich war alleine aber vor und nach mir entdeckte ich immer wieder Stirnlampen, welche mich nicht ganz so einsam f\u00fchlen lie\u00dfen. Ich \u00fcberholte noch einen weiteren L\u00e4ufer kurz vor dem Pass und \u00fcber diesen dar\u00fcber brachte uns ein Downhill zur Bergk\u00e4serei Blu\u00f6matt welche als VP diente.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group is-content-justification-center is-nowrap is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-23441af8 wp-block-group-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio wp-container-content-9dbf05af\" style=\"margin-top:var(--wp--preset--spacing--30);margin-right:var(--wp--preset--spacing--20);margin-bottom:var(--wp--preset--spacing--30);margin-left:var(--wp--preset--spacing--20)\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe title=\"Video Nacht 2\" width=\"1120\" height=\"630\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/Bc0BuEgJ-hY?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><figcaption class=\"wp-element-caption\">VP Blu\u00f6matt KM 139<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<p>Hier gab es Schlafm\u00f6glichkeiten, welche ich zum Gl\u00fcck nicht in Anspruch nahm und stattdessen den letzten Berg Forclettaz der mich von LB3 trennte, angriff. Es fing leicht zum Regnen an aber ein weniger technischer Uphill als der davor brachten mich trotz meiner M\u00fcdigkeit \u00fcber den Berg aber unten im Tal angelangt zog sich der Weg nach Grimentz sehr und ich holte nochmal alle meine Kr\u00e4fte zusammen um so schnell wie m\u00f6glich zu einer ersehnten Dusche und ein paar Stunden schlaf zu kommen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"Tag-3:-Hilfe-kommt\">Tag 3: Hilfe kommt<\/h4>\n\n\n\n<p>Ich kam gegen 07:00 und 45 Stunden im Rennen an LB3 bei KM 157 an, welche eine Art Herberge war, packte meinen Schlafsack in einem Stockbett-Zimmer aus wo noch ein anderer L\u00e4ufer am Schlafen war und wollte bis 12:30 ruhen. Weiterhin viel zu aufgedreht wachte ich um 9:30 wieder auf und mir war klar, dass ich nicht wieder einschlafen w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p>Ab LB3 sollte ich Unterst\u00fctzung bekommen. Meine Schwester Annika hatte sich angeboten mich f\u00fcr einige Tage w\u00e4hrend des Laufs zu supporten und wartete bereits in der LB auf mich. Ich rief Sie an und Sie half mir gerade meine Sachen zu packen als eine Mitarbeiterin von SwissPeaks hereinschaute und mir mit 12 Stunden Zeitstrafe drohte da Support nur au\u00dferhalb der Schlafpl\u00e4tze der L\u00e4ufer erlaubt sei. Also packte ich alleine um, erinnerte mich daran das man eigentlich mehrmals am Tag seine Z\u00e4hne putzt und nicht alle 3 Tage, und ging anschlie\u00dfend runter in den Essenssaal. Vor dem Fr\u00fchst\u00fcck genehmigte ich mir eine Massage, Annika bereitete mir w\u00e4hrenddessen ein Fr\u00fchst\u00fcck vor und wir unterhielten uns w\u00e4hrend ich fr\u00fchst\u00fcckte und wunderten uns dar\u00fcber das ich noch in einer Verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig guten Verfassung war. Ich hatte weder Blasen noch Muskelkater nur die M\u00fcdigkeit machte mir zu schaffen. Ich sah die Japanerin Ayako von vorletzter Nacht wieder mit getapten\/verbundenen Fu\u00dfsohlen, da sich wohl bei Ihr erste Wunden und Blasen bildeten und ich fragte mich wie weit Sie damit noch laufen konnte.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group is-nowrap is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-6c531013 wp-block-group-is-layout-flex\">\n<p>Das erste Ziel war der Stausee Lac de Moiry zu Fu\u00df des Moirygletscher. Ich stieg ohne gro\u00dfe M\u00fche seitlich vom Staudamm, der den See zur\u00fcckhielt nach oben und konnte den wundersch\u00f6nen Ausblick eine Zeitlang genie\u00dfen bevor ich kurze Zeit sp\u00e4ter die erste VP des Tages erreichte, bei der uns Pancakes serviert wurden. Von dieser ging es auf typischen Bergwegen hoch auf den Col de Torrent auf 2916 m.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group is-content-justification-center is-nowrap is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-23441af8 wp-block-group-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"461\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Moirygletscher-461x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2121\" style=\"aspect-ratio:1.3333333333333333;object-fit:cover;width:277px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Moirygletscher-461x1024.jpg 461w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Moirygletscher-135x300.jpg 135w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Moirygletscher-691x1536.jpg 691w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Moirygletscher.jpg 720w\" sizes=\"(max-width: 461px) 100vw, 461px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Lac de Moiry<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group is-nowrap is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-6c531013 wp-block-group-is-layout-flex\">\n<p>Ein ziemlich anstrengender Downhill runter nach Evolene erwartete mich bei dem ich mich einmal verlief und einige Minuten verlor. Aber daf\u00fcr sah ich ein erstes Murmeltier auf dem Trip. Unten in Evolene a\u00df ich an der VP zu Mittag und machte mich, nachdem ich weiteres Mal eine Abzweigung verpasste, auf dem Weg zum Col de la Meina.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<p>Kurz vor dem Aufstieg erfasste mich eine starke M\u00fcdigkeit die einige Minuten anhielt. Der Aufstieg nach Col de la Meina empfand ich als steil und lange aber oben angekommen wurde ich mit einem grandiosen Ausblick auf den Lac des Dix belohnt. Es war fr\u00fcher Abend und in mir stieg die Hoffnung das ich LB4 in Thyon gegen 22:00 erreichen konnte und ein richtiger Nachtschlaf auf mich wartete, den ich dringend brauchte auch, weil zwischen LB4 und LB5 83 km lagen. W\u00e4hrend des Downhills fragte ich mich wann sich denn meine Knie oder Muskeln melden w\u00fcrde aber bisher gaben diese noch keine Beschwerden ab.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery alignwide has-nested-images columns-2 is-cropped wp-block-gallery-4 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" data-id=\"2128\" src=\"https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Col-de-Torrent-1024x576.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2128\" srcset=\"https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Col-de-Torrent-1024x576.png 1024w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Col-de-Torrent-300x169.png 300w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Col-de-Torrent-768x432.png 768w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Col-de-Torrent-1536x864.png 1536w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Col-de-Torrent.png 1920w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Col de Torrent 2916 m<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" data-id=\"2129\" src=\"https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Downhill-Evolene-1024x576.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2129\" srcset=\"https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Downhill-Evolene-1024x576.png 1024w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Downhill-Evolene-300x169.png 300w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Downhill-Evolene-768x432.png 768w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Downhill-Evolene-1536x864.png 1536w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Downhill-Evolene.png 1920w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Downhill nach Evolene<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" data-id=\"2130\" src=\"https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Col-de-la-Meina-1024x576.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2130\" srcset=\"https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Col-de-la-Meina-1024x576.png 1024w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Col-de-la-Meina-300x169.png 300w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Col-de-la-Meina-768x432.png 768w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Col-de-la-Meina-1536x864.png 1536w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Col-de-la-Meina.png 1920w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Col de la Meina 2702 m &#8211; Die H\u00e4lfte geschafft<\/figcaption><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<p>Im Wald h\u00f6rte pl\u00f6tzlich die Streckenmarkierung auf und nachdem ich f\u00fcr einige Zeit keine F\u00e4hnchen mehr gesehen hatte, kehrte ich ver\u00e4rgert um. Eine Gruppe von L\u00e4ufern kam mir entgegen und wir diskutierten welcher Weg den nun der richtige w\u00e4re. Aber der Weg, den ich gew\u00e4hlt hatte, schien doch der richtige sein und es stellte sich heraus das die Markierung einfach auf 1 km fehlte. Im Tal angekommen mussten wir einige Kilometer die Stra\u00dfe entlanglaufen bis es in den n\u00e4chsten Anstieg ging.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group is-nowrap is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-6c531013 wp-block-group-is-layout-flex\">\n<p>Es war bereits 20:30 ich war todm\u00fcde und wollte nur noch schlafen. Ich hatte einen einfachen Anstieg bis zur LB4 erwartet wurde aber entt\u00e4uscht. Es ging 700 hm gef\u00fchlt vertikal nach oben und ich gab nochmal alles. V\u00f6llig fertig oben angekommen sagte mir meine Karte des jetzt keine H\u00f6henmeter mehr zu erwarten waren und es nur noch 3-4 km flach zur LB w\u00e4ren. Die Karte sagte nicht das es sich hierbei um einen schmalen Pfad handelte, bei dem man sich keinen Fehltritt erlauben durfte, wenn man nicht nach unten rechts in die Dunkelheit fliegen wollte.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<p>So war an Tempomachen nicht zu denken und ich musste mir alle M\u00fche geben heil \u00fcber diesen Pfad zu kommen. Hinter mir stapfte ein Mitl\u00e4ufer aus Kasachstan hinterher und er schlug vor Musik anzumachen, die uns vom einschlafen abhalten sollte. So liefen wir mit Kasachstanischer Rockmusik nach Thyon in LB4 ein wo Annika bereits auf mich wartete.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group is-content-justification-center is-nowrap is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-23441af8 wp-block-group-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio wp-container-content-9dbf05af\" style=\"margin-top:var(--wp--preset--spacing--30);margin-right:var(--wp--preset--spacing--20);margin-bottom:var(--wp--preset--spacing--30);margin-left:var(--wp--preset--spacing--20)\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe title=\"LB4 Thyon\" width=\"1120\" height=\"630\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/3twHhhjVDgA?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><figcaption class=\"wp-element-caption\">LB 4 Thyon KM 204<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<p>Nach einem Abendessen &amp; Dusche wollte ich mich endlich hinlegen als mir eine Mitarbeiterin erkl\u00e4rte das aufgrund von zu wenig Betten auf zu viele L\u00e4ufer die Schlafzeit auf 2 Stunden begrenzt sei und zeigte auf ein Schild vor dem Schlaflager &#8222;Max. Sleeptime 2 hours&#8220;. Meine Entt\u00e4uschung war gewaltig wurde doch in der Rennbeschreibung verk\u00fcndet das es in den Lifebases keine Limitierung, abgesehen der Cut-off Zeit, der Schlafenszeit gab und ich erkl\u00e4rte der Mitarbeiterin fast verzweifelt, dass ich nun seit 60 Stunden auf den Beinen war mit nur 2,5 Stunden Schlaf und nicht w\u00fcsste wie ich die 83 km zwischen LB4 und 5 schaffen sollte, wenn ich jetzt nicht mindestens 4\u20135 Stunden schlief. Nach einer l\u00e4ngeren Diskussion wurde mir ein Schlafplatz in einer Halle angeboten die wohl f\u00fcr die &#8222;Langschl\u00e4fer&#8220; gedacht sei. Ich willigte ein, und stapfte besagter Frau durch eine Wiese hinterher mit meinem ganzen Gep\u00e4ck im Arm. Sie f\u00fchrte mich in eine gro\u00dfe Ger\u00e4tehalle wo zwischen diversen Landschaftsmaschinen 20 &#8211; 30 Matratzen lagen von denen aber nur wenige besetzt waren. Der letzte Anstieg zur LB, die Diskussion um den Schlafplatz, sowie die wenig vertraute Schlafumgebung hatten mich psychisch ganz sch\u00f6n mitgenommen und ich versank in einen sehr unruhigen Schlaf. Ich erinnere mich an sehr komische Tr\u00e4ume, die mir Angst machten. Trotzdem schaffte ich es immerhin von Mitternacht bis 6 Uhr fr\u00fch am n\u00e4chsten Tag zu schlafen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"Tag-4:-Zwischen-Zombiel\u00e4ufern-und-einer-dritten-Nacht\">Tag 4: Zwischen Zombiel\u00e4ufern und einer dritten Nacht<\/h4>\n\n\n\n<p>Angst holte mich aus dem Schlaf hervor, auch wenn ich nicht wusste wovor. Ich zwang mich aufzustehen, rollte meinen Schlafsack zusammen und lief leicht verwirrt aus der Halle r\u00fcber zur Bergh\u00fctte die als LB diente. Dort gab ich meine Follower-Tasche zur\u00fcck und begab mich zum Fr\u00fchst\u00fcck. Ich stand zitternd vor dem Buffet und schaffte es nur mit M\u00fche mir einen Kaffee und M\u00fcsli zu machen. Bei mir hatte sich eine erste Blase am linken Fu\u00df gebildet, die ich behandeln lassen musste und auch die Ayako sah ich wieder die in keiner guten Verfassung war. Marcel der 660er-L\u00e4ufer, den ich beim Check-in in Fiesch getroffen hatte, traf gerade ein und war sichtlich ersch\u00f6pft. Ich hatte damit gerechnet das ich durch die lange Pause eine Menge Pl\u00e4tze verloren h\u00e4tte aber ich sah viele bekannte Gesichter.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach fast 8 Stunden Pause hie\u00df das erste Ziel f\u00fcr den Tag Col de Chassoure auf 2743 m. Auf guten laufbaren Wegen ging es zur ersten VP und von da aus auf technisch anspruchsvolleren Wegen hoch und die aufgehende Sonne und die Bewegung lie\u00dfen meinen Angstzustand vergehen. Ich lie\u00df noch 2 L\u00e4ufer hinter mir bevor ich den Bergpass erreichte. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group is-nowrap is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-6c531013 wp-block-group-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio wp-container-content-cca5f6af\" style=\"margin-top:var(--wp--preset--spacing--30);margin-right:var(--wp--preset--spacing--20);margin-bottom:var(--wp--preset--spacing--30);margin-left:var(--wp--preset--spacing--20)\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe title=\"Aufstieg zum Col de Chassoure\" width=\"1120\" height=\"630\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/rhrLs5pow1M?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><figcaption class=\"wp-element-caption\">Aufstieg zum Col de Chassoure<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio wp-container-content-cca5f6af\" style=\"margin-top:var(--wp--preset--spacing--30);margin-right:var(--wp--preset--spacing--20);margin-bottom:var(--wp--preset--spacing--30);margin-left:var(--wp--preset--spacing--20)\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe title=\"Aussicht vom Col de Chassoure\" width=\"1120\" height=\"630\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/CAsisMQrsKQ?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><figcaption class=\"wp-element-caption\">Aussicht vom Col de Chassoure<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<p>Anschlie\u00dfend wieder ein langer Downhill, ich unterhielt mich mit einem Schweizer lie\u00df aber auch ihn zur\u00fcck und nahm nochmal Tempo auf. Kurz vor der VP in Lourtier kam ich an einem Wasserfall vorbei in dem Ayako kniete, um wohl Ihre F\u00fc\u00dfe abzuk\u00fchlen. In der VP stellte mir Annika ein Mittagessen zusammen und nach einer kurzen Pause ging es weiter f\u00fcr mich. Es folgte eine kurzer aber sehr steiler Aufstieg zur n\u00e4chsten VP, in der mich meine seit gestern aufkommenden R\u00fcckenschmerzen plagten. Diese resultierten aus meinem durchgeschwitztem R\u00fccken, auf dem der Laufrucksack lag, und durch die Aufstiege immer wieder unterk\u00fchlte. Ich versuchte den Laufrucksack vorne zu tragen, um meinen R\u00fccken trocknen zu lassen, was aber nur bedingt funktionierte. Ablenkung bot eine Unterhaltung mit einem Italiener der am 660er teilnahm, Luca PAPI einem professionellen Bergl\u00e4ufer wie ich sp\u00e4ter erfahren sollte, und beklagte mich bei ihm \u00fcber mein R\u00fcckenleiden konnte aber sein Tempo aufgrund meines verkehrt herum geschnallten Rucksack nicht halten und lief so die meiste Zeit alleine hoch zum Mont Br\u00fbl\u00e9.<\/p>\n\n\n\n<p>Kurz vor dem Gipfel holte ich den Engl\u00e4nder Gavin ein der keinen fitten Eindruck machte, nur sehr langsam wanderte und sein Gesichtsausdruck mich an einen Schlaganfallpatienten erinnerte. Er erz\u00e4hlte mir das er in den letzten LBs aufgrund von schnarchenden Mitl\u00e4ufern nicht schlafen konnte und so seit sonntags fr\u00fch nur 1,5 h geschlafen hatte aber nun bei der n\u00e4chsten VP in Prassurny unbedingt f\u00fcr ein paar Stunden ruhen musste.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group is-content-justification-center is-nowrap is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-23441af8 wp-block-group-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio wp-container-content-9dbf05af\" style=\"margin-top:var(--wp--preset--spacing--30);margin-right:var(--wp--preset--spacing--20);margin-bottom:var(--wp--preset--spacing--30);margin-left:var(--wp--preset--spacing--20)\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe title=\"Uphill zum Mont Brule\" width=\"1120\" height=\"630\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/vVMiZsqKqys?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><figcaption class=\"wp-element-caption\">Kurz vor Mont Br\u00fbl\u00e8<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group is-content-justification-center is-nowrap is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-23441af8 wp-block-group-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Downhill-nach-Prasurny-1024x576.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2144\" style=\"aspect-ratio:3\/2;object-fit:contain;width:336px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Downhill-nach-Prasurny-1024x576.png 1024w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Downhill-nach-Prasurny-300x169.png 300w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Downhill-nach-Prasurny-768x432.png 768w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Downhill-nach-Prasurny-1536x864.png 1536w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Downhill-nach-Prasurny-2048x1152.png 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Trail nach Prassurny<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<p>Oben angekommen wurde ich mit einem wundersch\u00f6nen Ausblick bis runter ins Tal belohnt in welches ich knapp 1800 H\u00f6henmeter absteigen musste. Ein ausgesetzter Pfad f\u00fchrte mich f\u00fcr einige hunderte Meter nach unten und endete an einer gut ausgebauten Bergstra\u00dfe. Auf dieser holte mich pl\u00f6tzlich Gavin wieder ein und zusammen liefen wir als ob das Rennen gerade erst angefangen h\u00e4tte in einem viel zu hohen Tempo die Trails runter bis Prassurny bei km 257. <\/p>\n\n\n\n<p>Wir kamen gegen 20:30 bei der VP an und es gab hier tats\u00e4chlich Schlafpl\u00e4tze f\u00fcr uns L\u00e4ufer. Ich hatte \u00fcber 18 h Vorsprung auf die Cut-off Zeit und jetzt ein Nickerchen klang zu sch\u00f6n, um diesem zu widerstehen, anstatt mich den anderen L\u00e4ufern anzuschlie\u00dfen die in die Nacht hinein liefen. Nach dem Essen gab ich den Volunteers Bescheid, das ich gerne schlafen w\u00fcrde und ich wurde zu einem Schlaflager gef\u00fchrt, das aus mehreren Feldbetten bestand und voll mit anderen L\u00e4ufern war. In den Lifebases hatten wir Duschen und Wechselkleidung zur Verf\u00fcgung und, bis auf einmal in LB2, auch immer richtige Betten. Hier musste ich mich wie ich war auf das Feldbett legen mit einer gebrauchten Decke. Mein Puls war ziemlich weit oben und ich lag in einer Mischung aus Schwei\u00df und Sonnencreme da. Noch dazukam, dass ich meine Laufkleidung seit LB3 anhatte und mir viel auf wie erb\u00e4rmlich ich stank und fing an mich vor mir selbst zu ekeln. Die Feldbetten knirschten laut bei jeder Bewegung und so lag ich da versuchte meinen Puls zu verlangsamen, was mir nach einer Weile auch gelang. Schlafen ging nicht, aber ich ruhte mich bis 22:00 aus. Ich verlie\u00df die VP um 22:30 und \u00e4rgerte mich dar\u00fcber das ich nicht den L\u00e4ufern gefolgt war und daher alleine durch die Nacht \u00fcber den Fen\u00eatre d&#8217;Arpette und Mont de l&#8217;Arpille musste. Unten im Essbereich entdeckte ich noch den italienischen Profil\u00e4ufer, der \u00fcber einen Tisch gebeugt schlief.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich beschloss kurz auf das GPS zu schauen um zu sehen, wer vor mir war und wurde aber direkt entt\u00e4uscht. Es waren nur wenige L\u00e4ufer zwischen mir und LB5 und die meisten zu weit entfernt. Jedoch entdecke ich einen L\u00e4ufer ca. 2 km vor mir und ich beschloss diesen einzuholen, um mit ihm ein St\u00fcck zu laufen. Also fing ich wieder an Tempo zu machen, lief durch Champex-Lac am See entlang welchen ich durch die Livestreams vom UTMB, der eine Woche vor uns stattgefunden hatte, gut kannte und h\u00e4tte gerne alles einmal bei Tageslicht gesehen. Nach einiger Zeit im Wald sah ich den Strahl einer Stirnlampe vor mir und schloss zu besagtem L\u00e4ufer auf. Von hinten fiel mir schnell sein nach links abknickender Oberk\u00f6rper auf und fragte ihn auf Englisch wie es ihm gehe und bekam nur ein &#8222;It&#8217;s OK&#8220; zu h\u00f6ren. Es handelte sich um einen \u00e4lteren Franzosen der mit h\u00f6chsten Wiederwillen Englisch sprach, und den Rekord an Schlafmangel von Gavin gebrochen hatte da er jetzt in die 4te Nacht mit nur 1 Stunde schlaf marschierte, daher auch seine Rumpfinstabilit\u00e4t. &#8222;Don&#8217;t do that, it&#8217;s awful&#8220; wurde mir noch als Tipp mitgegeben. Konnte er auf gerader Strecke noch einigerma\u00dfen z\u00fcgig wandern, brach er im Uphill v\u00f6llig ein und fing an zu fluchen. Ich \u00fcberlegte, ob ich ihn einfach stehen lassen konnte, schlie\u00dflich war er nicht mein Problem aber ich hatte Angst, das er die Nacht ohne Hilfe nicht \u00fcberstehen w\u00fcrde und so beschloss ich ihn bis zur n\u00e4chsten VP zu begleiten. Es fing an zu Regnen und dichter Nebel h\u00fcllte uns ein w\u00e4hrend des Aufstiegs im Schneckentempo. Bald war die Sicht auf 1\u20132 Meter begrenzt und ich h\u00e4tte auch ohne Begleitung nicht viel schneller laufen k\u00f6nnen. Ich drehte mich immer wieder um in Sorge pl\u00f6tzlich keine Stirnlampe hinter mir zu sehen, aber der Franzose schaffte es irgendwie hinter mir zu bleiben und nicht ins Nirgendwo zu laufen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir erreichten die VP Col de la Forclaz gegen 03:00, nachdem wir zum Abschluss noch eine verschlammte Wiese herunterrutschen mussten und ich trat, vorbei an einem Lagerfeuer und ein paar Zelten, in eine urige Bergh\u00fctte ein. In der Mitte war ein Tisch aufgestellt, der mit einer Vielzahl von Speisen ausgestattet war und an 2 Steinherden waren Volunteers flei\u00dfig am Kochen. Ich erkl\u00e4rte einem davon die Situation von meinem Begleiter, der daraufhin in ein Nebengeb\u00e4ude gef\u00fchrt wurde. In der H\u00fctte traf ich Florian und Julie die in Aufbruchstimmung waren und trotz der verlockenden W\u00e4rme mit all dem Essen beschloss ich mich Ihnen anzuschlie\u00dfen, um die restlichen 12 km bis LB5 hinter mich zu bringen. Eine Volunteer bemerkte, dass ich direkt wieder loswollte, und bot mir noch diverse Gerichte an aber ich war zu fertig, um wirklich etwas davon wahrzunehmen, was sie sagte. Aber sie trug mir als ich schon aus der T\u00fcr hinaus war noch warmes Geb\u00e4ck hinterher was ich dankbar entgegennahm und welches wirklich k\u00f6stlich schmeckte.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu dritt liefen wir den letzten Uphill hoch. Florian kam aus der N\u00e4he von Frankfurt und war der erste Deutsche, den ich w\u00e4hrend des Rennens traf und es war sch\u00f6n sich mal f\u00fcr eine Weile so zu unterhalten. Julie war Franz\u00f6sin und es war Ihr dritter Versuch den SwissPeaks 360 zu finishen, jedoch hatte Sie wohl schon seit einiger Zeit Probleme mit Blasen und schon nach kurzer Zeit mussten wir anhalten da Julie das weinen anfing nicht mehr laufen konnte. Eine kurze Pause mit einem Verbandswechsel sp\u00e4ter ging es weiter zum Mont de l&#8217;Arpille hinaus. Oben angekommen konnten wir die Lichter der Zivilisation sehen, welche tief unter uns lagen. Ein gef\u00fchlt viel zu langer Downhill empfing uns, aber eine l\u00e4ngere Unterhaltung mit Julie lenkte mich gut ab, und irgendwann erreichten wir am Fu\u00df eines Flusses das Tal, dem wir noch ein kurzes St\u00fcck folgten, w\u00e4hrend es bereits wieder hell wurde. Noch 200 hm hoch nach Salvan und wir erreichten \u00dcbergl\u00fccklich Lifebase 5 bei km 287. Die Lifebase erinnerte an eine Bunkeranlage und war vermutlich auch eine. Es gab nur einen Eingang und nirgendwo Fenster. Ich war wirklich froh aus meinen stinkenden Sachen herauszukommen und stellte mich 15 Minuten unter die Dusche. Nach einem Fr\u00fchst\u00fcck aus Pasta suchte ich mir ein abgelegenes Stockbett und schlief um 08:30 ein.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"Tag-5:-Die-Gemeinschaft-zerbricht\">Tag 5: Die Gemeinschaft zerbricht<\/h4>\n\n\n\n<p>Um 09:40 wachte ich wieder auf. Noch sehr verschlafen irrte ich durch die Zimmer umher, und wusste nicht, was ich jetzt tun sollte. Meine F\u00fc\u00dfe meldeten sich, die ich mir in der letzten Nacht stellenweise Wund gelaufen hatte und zwischen Fu\u00dfpflege und Massage schlief ich auf der Behandlungsliege wieder ein. Annika hatte einige Sachen in der Zwischenzeit f\u00fcr mich organisiert und half mir ein weiteres Mal beim Packen. W\u00e4hrend eines schnellen Fr\u00fchst\u00fccks bestehend aus Nudeln traf ich zuf\u00e4llig Florian und Julie wieder und so liefen wir zusammen los, hinein in den ersten regnerischen Tag des Rennens.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group is-content-justification-center is-nowrap is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-23441af8 wp-block-group-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-5 wp-container-content-29dca9c1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" data-id=\"2151\" src=\"https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Teamwork-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2151\" srcset=\"https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Teamwork-768x1024.jpg 768w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Teamwork-225x300.jpg 225w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Teamwork-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Teamwork-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Teamwork-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"(max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Annika &amp; ich &#8211; Teamwork<\/figcaption><\/figure>\n<\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group is-content-justification-center is-nowrap is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-23441af8 wp-block-group-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio wp-container-content-9dbf05af\" style=\"margin-top:var(--wp--preset--spacing--30);margin-right:var(--wp--preset--spacing--20);margin-bottom:var(--wp--preset--spacing--30);margin-left:var(--wp--preset--spacing--20)\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe title=\"LB Salvan\" width=\"1120\" height=\"630\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/Fx_NW0GMnXg?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><figcaption class=\"wp-element-caption\">LB 5 Salvan<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<p>Der erste Gipfel des Tages wurde uns aufgrund der Wetterverh\u00e4ltnisse erspart wor\u00fcber ich nicht traurig war und so ging es \u00fcber eine Alternativ niedrigere Route zur VP Salanfe bei km 299. Julie hatte von Anfang an Schmerzen und lief sehr verhalten an. Mir wurde sp\u00e4ter gesagt das Sie unterschreiben musste gegen \u00e4rztlichen Rat weiterzulaufen. Als ich Ihr eine Schmerztablette anbot, nahm Sie diese ohne zu z\u00f6gern an. So ging es recht gem\u00e4chlich hoch zur VP die an einen gro\u00dfen Stausee gelegen war. Die Volunteers, die uns Pizzast\u00fccke servierten, warnten uns vor dem n\u00e4chsten Berg, dem Col de Susanfe. Die Wege sollen sehr ausgesetzt sein und jetzt da noch der Regen hinzukam sollten wir bitte aufpassen. Der Weg nach oben erwies tats\u00e4chlich zunehmend als ausgesetzt und rutschig, und so kuschelte ich mit dem Gras und den Felsen zu meiner rechten Seite um m\u00f6glichst weit weg vom Abgrund links von mir zu sein. Wir mussten \u00fcber Fels klettern, der Weg verwandelte sich immer wieder in einen Fluss, ich war durchn\u00e4sst und bei Wind und Regen wurde mir immer k\u00e4lter. W\u00e4hrend wir uns zum Gipfel arbeiteten, holte uns Clemens ein, ein 32-j\u00e4hriger Franzose, der in Deutschland lebte und das Rennen letztes Jahr schon finishen konnte. Er blieb bei uns und es tat gut jemand dabei zu haben der wusste welche Wege vor uns lagen. Am Gipfel angekommen war es sehr windig und es regnete in Str\u00f6men. Mir war sehr kalt daher ich lie\u00df die anderen und den Gipfel so schnell wie m\u00f6glich hinter mir und lief einige hundert Meter voraus um, unterhalb eines gro\u00dfen Felsens der etwas Wind und Regenschutz bot, mir warme Sachen anzuziehen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery alignwide has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-6 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" data-id=\"2158\" src=\"https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Col-de-Susanfe-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2158\" srcset=\"https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Col-de-Susanfe-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Col-de-Susanfe-300x169.jpg 300w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Col-de-Susanfe-768x432.jpg 768w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Col-de-Susanfe-1536x864.jpg 1536w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Col-de-Susanfe-2048x1153.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Uphill zum Col de Susanfe<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image alignwide size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" data-id=\"2159\" src=\"https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Gruppenbild-SwissPeaks-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2159\" srcset=\"https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Gruppenbild-SwissPeaks-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Gruppenbild-SwissPeaks-300x225.jpg 300w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Gruppenbild-SwissPeaks-768x576.jpg 768w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Gruppenbild-SwissPeaks-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Gruppenbild-SwissPeaks-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Florian &#8211; Clemens &#8211; Jonas &#8211; Julie<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" data-id=\"2160\" src=\"https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Rutschiger-Downhill-1024x576.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2160\" srcset=\"https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Rutschiger-Downhill-1024x576.png 1024w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Rutschiger-Downhill-300x169.png 300w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Rutschiger-Downhill-768x432.png 768w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Rutschiger-Downhill-1536x864.png 1536w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Rutschiger-Downhill.png 1920w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Kletterei \u00fcber nassen Fels<\/figcaption><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<p>Auf dem Weg nach unten kamen wir an einer Bergh\u00fctte vorbei, die nicht zu SwissPeaks geh\u00f6rte und wir machten Pause da es immer noch regnete um uns aufzuw\u00e4rmen. Clemens lud zu Kakao und Kuchen ein und wir h\u00e4ngten unsere Sachen zum Trocknen auf. Eine halbe Stunde sp\u00e4ter ging es weiter, die Kleidung war trockener aber Str\u00fcmpfe und Schuhe waren klitschnass. Es ging technisch recht anspruchsvoll, teilweise mit Kletterpassagen, weiter nach unten. 2 km vor der VP Barme bei KM 314 schrie Julie pl\u00f6tzlich auf und konnte nicht mehr weiterlaufen. Knickbewegungen mit Ihrem rechten Bein waren nicht mehr m\u00f6glich, und entsprechend mussten wir anhalten. Clemens setzte einen Notruf ab, aber aufgrund der Wetterverh\u00e4ltnisse konnte keine Helikopter geschickt werden, aber ein Arzt sollte uns von der n\u00e4chsten VP aus entgegenkommen. Also lud ich Stecken und Gep\u00e4ck der anderen auf mich, w\u00e4hrend Florian und Clemens zusammen versuchten Julie \u00fcber einen rutschigen Bergpfad weiter nach unten zu tragen. Wir wechselten uns beim Tragen ab, kamen aber nicht wirklich vorw\u00e4rts. Immerhin konnte Julie nach einiger Zeit halb selbstst\u00e4ndig mit durchgestrecktem Bein &#8222;gehen&#8220;. So kamen wir ein St\u00fcckchenweise vorw\u00e4rts bis uns bei einer verlassenen H\u00fctte ein Rettungsteam bestehend aus 2 Bergrettern entgegenkam. Sie untersuchten Julie und sagten uns das wir ab hier aus weiterlaufen k\u00f6nnten und Sie Julie \u00fcbernehmen w\u00fcrden. Wir verabschiedeten uns, und machten uns auf das kurze aber rutschige St\u00fcck zur VP. Julie tat mir sehr leid da Sie so kurz vor Ihrem Ziel abbrechen musste.<\/p>\n\n\n\n<p>Es wurde bereits wieder Dunkel und bis nach Morgins zur letzten LB waren es noch 20 KM. Nach einer kurzen Rast, in der ich so viele Pfannkuchen wie m\u00f6glich a\u00df, ging es weiter und ich feuerte die anderen an ein letztes Mal zu pushen. So ging es schnell 300 hm einen kleinen Berg hoch, vielleicht etwas zu schnell. Auf dem anschlie\u00dfenden Weg nach unten standen wir stellenweise Kn\u00f6cheltief im Schlamm. Ich resignierte die Weg Verh\u00e4ltnisse einfach und so kamen wir rutschend und stolpernd am Fu\u00dfe des Portes de I&#8217;hiver an den wir wieder hoch mussten. Der Weg nach oben war eine einfache Bergstra\u00dfe aber keiner von uns war trocken geblieben, und wir fingen in unseren nassen Sachen das Frieren an.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group is-nowrap is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-6c531013 wp-block-group-is-layout-flex\">\n<p>Wir beschlossen daher nochmal Tempo zu machen und ich lief gef\u00fchlt mit einer 5er-Pace los stellte aber fest, dass ich zunehmend Schmerzen im linken Knie bekam und auf die Bremse treten musste. Auch Clemens, der zuvor noch angek\u00fcndigt hatte, Tempo machen wollen ging es zunehmend schlechter. \u00dcber den Pass dar\u00fcber, erwarteten wir nach Clemens Berichten, eine ausgebaute Stra\u00dfe die uns bis zur LB bringen sollte. Wir wurden entt\u00e4uscht und die roten SwissPeaks Fahnen f\u00fchrten uns zu einem verschlammten Trail der in die bodenlose Dunkelheit f\u00fchrte. Nur ganz weit unten in der Ferne konnte ich eine Stirnlampe ausmachen und dabei sollte die LB doch nur 5 km entfernt sein? So kletterten wir mehr als laufend den Trail hinunter bis zu einem Waldweg der uns die letzten 3 km bis zu LB f\u00fchren sollte.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group alignwide is-content-justification-center is-nowrap is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-23441af8 wp-block-group-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large wp-container-content-5b984bb6\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"504\" height=\"568\" src=\"https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Clemens-1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2209\" srcset=\"https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Clemens-1.png 504w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Clemens-1-266x300.png 266w\" sizes=\"(max-width: 504px) 100vw, 504px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Clemens<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group alignwide is-content-justification-center is-nowrap is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-23441af8 wp-block-group-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio wp-container-content-9dbf05af\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe title=\"Trail nach Morgins\" width=\"1120\" height=\"630\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/Ad-Jc3wLvzE?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><figcaption class=\"wp-element-caption\">Trail nach Morgins<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group alignwide is-content-justification-center is-nowrap is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-23441af8 wp-block-group-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio wp-container-content-9dbf05af\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe title=\"Florian geht es nicht gut\" width=\"1120\" height=\"630\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/05FBbmHDLbw?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><figcaption class=\"wp-element-caption\">Florian geht es nicht gut<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group is-nowrap is-layout-flex wp-container-core-group-is-layout-6c531013 wp-block-group-is-layout-flex\">\n<p>Florian hatte ein geschwollenes rechtes Bein, Clemens eine noch nicht diagnostizierte Thrombose ebenfalls im Rechten Bein und ich hatte starke Knieschmerzen und wimmerte vor mich hin, wenn ich auf eine der Blasen auftrat, die sich mittlerweile gebildet hatten. So liefen wir irgendwie den Waldweg entlang bis wir endlich die letzte Lifebase um 02:30 in Morgins bei KM 335 erreichten, wo schon Florians Familie und Annika auf uns warteten. Die Lifebase erwies sich als sch\u00f6nes Hotel mit einer gro\u00dfen Empfangshalle. Der Hotelboden mit einer Folie als Schutz vor uns L\u00e4ufern bedeckt. Ich war sehr froh aus meinen nassen Sachen herauszukommen und unter die Dusche zu springen. Meine F\u00fc\u00dfe steckten seit 14 Stunden in v\u00f6llig nassen Schuhen und waren entsprechend aufgeweicht so das die Fu\u00dfpflege diese, w\u00e4hrend ich ein Nachtmahl zu mir nahm, in Ethanol getr\u00e4nkte Kompressen steckte. Vor dem Schlafengehen wurden meine F\u00fc\u00dfe behandelt, verbunden, und anschlie\u00dfend massiert w\u00e4hrend wieder mal auf der Behandlungsliege einschlief. Als Belohnung f\u00fcr den harten Tag wartete ein richtiges Hotelzimmer auf mich in dem ich um 03:15 das Licht ausmachte.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"Tag-6:-Alles-hat-ein-Ende\">Tag 6: Alles hat ein Ende<\/h4>\n\n\n\n<p>Ich erwachte um 06:30 und f\u00fchlte mich einigerma\u00dfen ok. Ich lief runter in den Speisesaal wo Florian und Clemens gerade beim Packen waren. Ich genehmigte mir ein schnelles Fr\u00fchst\u00fcck und sah einige bekannte L\u00e4ufer wieder die teilw. gerade erst ankamen. Ein paar Tische von mir entfernt entdeckte ich zu meiner \u00dcberraschung Ayako aber Ihr Gesicht war vor Schmerzen verzehrt, was mich schaudern lie\u00df. Der Start verz\u00f6gerte sich etwas da sich Clemens nochmal einer Physiotherapie unterzog aber um 08:00 war dann Abfahrt und zu dritt liefen wir in den letzten Tag hinein der uns bei sch\u00f6nstem Wetter Empfang. Ich hoffte das wir alle zusammen ins Ziel kommen w\u00fcrden, sollte aber entt\u00e4uscht werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir hatten die h\u00f6chsten Gipfel und die meisten H\u00f6henmeter hinter uns gelassen und die letzten 45 km sollte es nicht \u00fcber 2000 hm gehen. So liefen wir auf leichten Wegen einige hundert H\u00f6henmeter hoch zur ersten VP die bereits nach 6 km auf uns wartetet. Von dort aus ging es weiter zum Tour de Don auf 1998 m und hinter uns erschien der Mount Blanc in seiner wei\u00dfen Pracht um uns zu verabschieden. Ein wundersch\u00f6ner Ausblick erwartetet uns oben angekommen, mit einer Wolkendecke \u00fcber dem Tal. Ab hier ging es einen Grad entlang, teilweise noch sehr schlammig. Ich musste vor Schmerzen die Z\u00e4hne zusammenbei\u00dfen und wir kamen erstmal nur langsam voran. Den Grad hinter uns gelassen ging \u00fcber in eine Bergwiese weiter Richtung VP Chalet de Blansex. Wir liefen ein St\u00fcck voraus und warteten an einer Kreuzung auf Clemens, der hinter uns geblieben war. Nachdem Clemens um die Ecke kam, erkl\u00e4rte er das er sich jetzt eine Stunde ausruhen m\u00fcsse und nicht mit uns weiterlaufen w\u00fcrde. Ich fragte mich in dem Moment, ob es \u00fcberhaupt einer von uns noch ins Ziel schaffen w\u00fcrde und so blieben nur Florian und ich \u00fcbrig.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery alignwide has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-7 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" data-id=\"2162\" src=\"https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Tour-de-Don-1024x576.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2162\" srcset=\"https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Tour-de-Don-1024x576.png 1024w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Tour-de-Don-300x169.png 300w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Tour-de-Don-768x432.png 768w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Tour-de-Don-1536x864.png 1536w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Tour-de-Don.png 1920w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Vereinscap<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" data-id=\"2163\" src=\"https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Tour-de-Don-1998-m-1024x576.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2163\" srcset=\"https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Tour-de-Don-1998-m-1024x576.png 1024w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Tour-de-Don-1998-m-300x169.png 300w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Tour-de-Don-1998-m-768x432.png 768w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Tour-de-Don-1998-m-1536x864.png 1536w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Tour-de-Don-1998-m.png 1920w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Tour de Don 1998 m<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" data-id=\"2164\" src=\"https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Chalet-de-Blansex-1024x576.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2164\" srcset=\"https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Chalet-de-Blansex-1024x576.png 1024w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Chalet-de-Blansex-300x169.png 300w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Chalet-de-Blansex-768x432.png 768w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Chalet-de-Blansex-1536x864.png 1536w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Chalet-de-Blansex.png 1920w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Chalet de Blansex<\/figcaption><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<p>Also wir an der VP Chalet de Blansex bei KM 354 ankamen, g\u00f6nnte sich Florian zum Mittagessen Raclette mit Bier + Ibu und wir trafen auf die f\u00fchrende Frau des SwissPeaks 170, der gestern fr\u00fch gestartet war. Die Volunteers sorgten f\u00fcr gute Stimmung und ein selbst gemaltes Schild besagte das noch 800 hm Uphill, 1900 hm Downhill und 27 km Strecke bis zum Ziel auf uns warteten. Wir verlie\u00dfen die VP und es folgte ein Downhill den ich mit meinen Schmerzen nur langsam angehen und Florians Tempo nicht halten konnte. So war ich die n\u00e4chsten 6 Kilometer alleine unterwegs, traf auf der H\u00e4lfte Luca PAPI wieder, der wohl gerade von einem Schl\u00e4fchen auf einer Parkbank erwacht war, gab Ihm ein High-Five und machte mich auf den Aufstieg zur vorletzten VP Taney bei km 360. Oben angekommen traf ich auf Florian und Annika. Es folgte eine kurze Pause bei der Ich eine sonderbare Art Brot mit Pilzen a\u00df und anschlie\u00dfend kam der letzte Anstieg zum Pas de Lovenex auf 1850m. Auf dem Weg nach oben diskutierten wir wie leicht doch die selbstverst\u00e4ndlichsten Alltagsdinge zum sch\u00f6nsten Luxus werden konnten bis hin zu Theorien \u00fcber den Aufstieg und Abstieg von diversen Kulturen. Als wir schlie\u00dflich oben ankamen konnte ich meinen ersten Ausblick auf den Genfer See genie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Col-de-la-Croix-1757-1024x576.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2168\" srcset=\"https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Col-de-la-Croix-1757-1024x576.png 1024w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Col-de-la-Croix-1757-300x169.png 300w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Col-de-la-Croix-1757-768x432.png 768w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Col-de-la-Croix-1757-1536x864.png 1536w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Col-de-la-Croix-1757.png 1920w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Col de la Croix 1757 m &#8211; Erster Ausblick auf das Ziel<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Nach unten ging es erstmal wieder \u00fcber Stock und Stein und ich wimmerte und fluchte vor Schmerzen, beschloss aber irgendwann diese zu ignorieren und einfach nur noch so gut es ging Tempo zu machen, in der Hoffnung das mein K\u00f6rper diesen aller letzten Abstieg noch mitmachen w\u00fcrde. Auf dem Weg nach unten trafen wir den sichtlich von Schmerzen gezeichneten L\u00e4ufer Kelinton aus Guatemala der am Wegesrand sa\u00df. Wir fragen ihn, ob er etwas br\u00e4uchte, er verneinte. Ich klatschte ihn ab mit dem Kommentar &#8222;you can do it&#8220; und wir liefen immer schneller weiter nach unten. Der Trail endete und wir konnten eine Weile eine befestigte Stra\u00dfe entlanglaufen bevor es wieder in einem Wald Pfad weiterging, indem Florian ausrutsche und sich in die Brennesel setzte. Die letzte VP Le Grand Pre tauchte vor uns auf und es gab Fisch mit Bier, f\u00fcr mich nat\u00fcrlich Alkoholfrei.<\/p>\n\n\n\n<p>Die letzten 10 km ging es durch ein Waldst\u00fcck, erst nochmal ein St\u00fcck bergauf und anschlie\u00dfend \u00fcber einen technisch anspruchsvollen Wald Pfad, \u00fcber den ich mehr stolperte, als lief, und der mir wie einer aller letzter Hohn der Organisatoren vorkam, aber schlie\u00dflich wieder laufbar wurde. Pl\u00f6tzlich wurde aus dem Pfad eine breite Forststra\u00dfe die uns, bereits alle Schmerzen vergessen, nach Le Bourveret f\u00fchrte. Dort ging es durch die Stadt und vom Beifall der Menschen an den Caf\u00e9s, auf der Stra\u00dfe und von den Balkons begleitet liefen wir zum Hafen, welcher das Ziel unserer Reise war und beendeten das Rennen gleichzeitig in 129 h 01 min 02 sec.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich setzte mich in einen der Liegest\u00fchle zwischen Ziel und See und konnte noch nicht richtig glauben, dass ich jetzt nicht mehr weiterlaufen musste. Annika besorgte mir einen Burger mit fettigen Pommes und wir verweilten noch einige Zeit an der Ziellinie. Micheal kam kurz vorbei den ich in Fiesch bei Check-in getroffen hatte und der unter den Top 10 L\u00e4ufern mitgelaufen war aber das Rennen bei km 150 aufgrund einer Schulterverletzung verlassen musste. Eine Stunde sp\u00e4ter und nur 3 Pl\u00e4tze hinter mir kam dann pl\u00f6tzlich auch Ayako ins Ziel. Ich hatte keine 20 Worte mit dieser Frau gewechselt aber dadurch, das ich Ihren Leidensweg mitverfolgen konnte war ich tief beeindruckt von Ihrem Willen jede Art von Schmerz zu ertragen und jedes Opfer zu bringen f\u00fcr Ihr eines gro\u00dfes Ziel, und ich Sie daher in diesem Bericht erw\u00e4hnen wollte. Aber ich bin mir sicher, dass Sie die n\u00e4chsten Wochen nicht mal ans Spazierengehen denken darf.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch Marcel kam zwischenzeitlich ins Ziel der einfach mal 680 Kilometer in den Beinen hatte.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery alignwide has-nested-images columns-3 is-cropped wp-block-gallery-8 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large has-custom-border\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" data-id=\"2165\" src=\"https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Ziellinie-1024x576.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-2165\" style=\"border-radius:0px\" srcset=\"https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Ziellinie-1024x576.png 1024w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Ziellinie-300x169.png 300w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Ziellinie-768x432.png 768w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Ziellinie-1536x864.png 1536w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Ziellinie.png 1920w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Zieleinlauf in den Hafen<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"720\" height=\"555\" data-id=\"2171\" src=\"https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Ziel-2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2171\" srcset=\"https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Ziel-2.jpg 720w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Ziel-2-300x231.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 720px) 100vw, 720px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Gl\u00fccklich im Ziel<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"719\" height=\"635\" data-id=\"2173\" src=\"https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Zielpause-2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2173\" srcset=\"https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Zielpause-2.jpg 719w, https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Zielpause-2-300x265.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 719px) 100vw, 719px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Erstmal Pause<\/figcaption><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<p>Irgendwann machte ich mich auf zur Dusche als mir Clemens entgegenlief, den wir auf dem GPS nicht mehr entdecken konnten. Bei der letzten VP auf KM 370 hatte ein Arzt ihm die Diagnose Thrombose mitgeteilt und ihn mit den Worten &#8222;You gamble with your life&#8220; davon \u00fcberzeugte das Rennen kurz vor der Ziellinie abzubrechen. In der Dusche traf ich nochmal den L\u00e4ufer aus Guatemala und konnte seine F\u00fc\u00dfe begutachten die nur aus Wunden und Verb\u00e4nden bestanden und, meiner Meinung nach, einen Besuch im Krankenhaus erforderlich machten.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir erfuhren das Julie das Rennen nicht abgebrochen hatte und (wie?) weiterlief. Sie beendete das Rennen nach 143 Stunden mit einer Sehnenscheidenentz\u00fcndung und Verbrennungen zweiten Grades an 4 Zehen. Florian schrieb mir ein paar Tage sp\u00e4ter, auf die Frage wie es im gehe, etwas von entz\u00fcndeter Sehne und Fu\u00dfhebermuskel.<\/p>\n\n\n\n<p>Und Ich? Ich sitze 5 Tage nachdem ich durch die Ziellinie gelaufen bin, auf der Couch im B\u00fcro herum w\u00e4hrend ich diesen Bericht schreibe und wundere mich wie ich doch so gut durch das Rennen gekommen bin. Die Blasen sind schon fast verheilt nur meine Knie brauchen, nachdem Sie mich \u00e4quivalent 3x den Mount Everest hoch und heruntergetragen haben, noch etwas Ruhe und auch sitzt eine gewisse M\u00fcdigkeit noch tief in mir drinnen so das der Weg vom Bett ins B\u00fcro mir erstmal ausreicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Schluss m\u00f6chte ich mich bedanken:<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Bei Annika, die extra in die Schweiz gefahren ist, an jeder Lifebase bereitstand und mir dort das Leben erheblich erleichtert hat.<br>&#8211; Bei den Organisatoren und Volunteers von SwissPeaks die dieses einzigartige Rennen erst m\u00f6glich gemacht, und Tag und Nacht Ihr Bestes gegeben, haben um uns durchzubringen.<br>&#8211; Bei allen anderen L\u00e4ufern die sich mit mir auf den Weg gemacht und diese einzigartigen Erlebnisse und Erinnerungen kreierten.<br>&#8211; Bei meinen Trainingspartnern vom PTSV und beim Trainer Toni f\u00fcr die gemeinsamen Trainingseinheiten die mich fit f\u00fcr diesen Lauf gemacht haben.<\/p>\n\n\n\n<p>Keep moving<\/p>\n\n\n\n<p>Euer<br>Jonas<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;There comes a time in a race like this when it feels like the end may never comeand there were many times when the end could not come soon enough.But despite the discomfort after days of continual motion with little sleep i kept reminding myself to soak it all in because soon it would indeed [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":2239,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_eb_attr":"","footnotes":""},"categories":[1,9],"tags":[],"class_list":["post-2093","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-beitraege-der-laufabteilung"],"blocksy_meta":[],"publishpress_future_action":{"enabled":false,"date":"2026-04-26 17:43:42","action":"change-status","newStatus":"draft","terms":[],"taxonomy":"category","extraData":[]},"publishpress_future_workflow_manual_trigger":{"enabledWorkflows":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2093","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2093"}],"version-history":[{"count":96,"href":"https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2093\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2444,"href":"https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2093\/revisions\/2444"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2239"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2093"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2093"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/ptsv-rosenheim.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2093"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}